Uwe Veltrup als Livemoderator bei der Sportkegel-WM in Dettenheim

Uwe Veltrup wird bei der Sportkegel-WM in Dettenheim zusammen mit Michael Hohlfeld die Livemoderation übernehmen.

Hier ein Interview mit Uwe:
YS: Uwe, stell Dich bitte kurz unseren Facebookfans vor:
UV:Seit einigen Jahren bin ich für das Marketing des Deutschen Kegler- und Bowlingbundes  verantwortlich. Der Internetauftritt des DKB, die Facebook-Seiten, aber auch die Kampagne „Kegeln und Bowling – umwerfende Sportarten“ tragen meine Handschrift. Diese Kampagne wird seit 2008 von Unternehmen aus der Kegel- und Bowlingbahnbranche unterstützt. Die Gewinnung und Bindung von Sponsoren zählt ebenfalls zu meinen Aufgaben als DKB-Marketingreferent.
Leidenschaft für den Bowling- und Kegelsport ist sicherlich nicht hinderlich, um diese Aufgaben zu erfüllen. Mit sechs Jahren habe ich erstmals zur Kegelkugel gegriffen – meine Eltern hatten ein Gasthaus mit Kegelbahnen – und mit elf Jahren hatte ich erstmals ein Sportkegel-Trikot an. Drei Jahre später war ich Deutscher B-Jugendmeister, einige Jahre später hatte ich meinen ersten Einsatz in der Schere-Kegelsport-Bundesliga. Für mich sind Bowling und Kegeln tatsächlich umwerfende Sportarten.


 
YS: Seit wann kennst du den KV Liedolsheim?
UV: Seit dem Start der DKB-Kampagne „Kegeln und Bowling – umwerfende Sportarten“. Wir hatten damals eine Freiluftkegelbahn in der Frankfurter Innenstadt aufgebaut. Harald Seitz war mit Saskia und Ursel Zimmermann vor Ort, die dort unseren Sport demonstrierten und gleichzeitig für die WM 2009 warben. Nach der Veranstaltung, die ich moderiert hatte, fragte mich Harald, ob ich mir vorstellen könnte, die Eröffnungsfeier der WM 2009 in Liedolsheim – einem Ortsteil von Dettenheim – zu moderieren. Das habe ich mir gut vorstellen können.
 
YS: Wie hast Du die WM 2009 nach den Eröffnungsfeiern erlebt?
UV: Bereits die Eröffnungsfeiern waren sehr emotional. Beeindruckend war, wie nicht nur die Mitglieder des KV Liedolsheim, sondern viele Menschen aus der kleinen badischen Gemeinde und der Region mitwirkten. Gerne denke ich auch an die Zusammenarbeit mit Lorita Sellner, die die Fäden vor und während der Eröffnungsfeiern souverän in der Hand hatte.
Nach den Eröffnungsfeiern der U18-WM und der der Frauen und Männer war ich noch jeweils zwei Tage in der WM-Halle. Auch da fällt mir nur ein Wort ein: Emotional. Diese Emotionen sind ja zum Glück auf dem WM-Videofilm gespeichert, den ich mir vor einigen Wochen übrigens noch einmal angesehen habe.

YS:Warst du schon auf verschiedenen Weltmeisterschaften? Wie würdest du die Besonderheiten skizzieren?
UV: Interessant: Nach meinem Debüt als Moderator einer WM-Eröffnungsfeier bin ich von Roland Mück, dem damaligen Präsidenten der Deutschen Bowling Union, gefragt worden, ob ich auch die Bowling-WM ein Jahr später in Unterföhring bei München moderieren wolle. Dort gab es einen relativ großen Rummel um die Bowling-Stars aus den USA. Und eine große Begeisterung auf der Tribüne als das deutsche Team nach einer spannenden Aufholjagd sich für das Halbfinale qualifizierte und eine Medaille sicherte.
Als Schere-Kegelsportler habe ich mir auch die World Games in Duisburg 2005 auf Schere-Kegelbahnen angesehen. Und ebenso die WM in Oberthal. Auf Schere-Kegelbahnen dominieren die deutschen Nationalspieler viele Wettbewerbe. Unvergessen bleibt, als sich eine Sensation anbahnte und Frankreich in Oberthal beim Teamwettbewerb auf Goldkurs war und Holger Mayer mit einer unglaublichen Neuner-Serie das Duell noch drehte – das Zählwerk zeigte nach dem letzten Wurf einen Kegel mehr für das deutsche Team an.
Um es auf den Punkt zu bringen: Bei allen Weltmeisterschaften habe ich grandiosen, spannenden Sport live erlebt.  Schade, dass es kaum jemand am Bildschirm verfolgen konnte. Die Fernsehpräsenz war bei allen Weltmeisterschaften nicht so, wie es die Sportlerinnen und Sportler verdient hatten.
 
YS: 2017 wirst Du nun die Spiele live kommentieren. Wie findest du die Idee der Live-Moderation?
UV: Wenn das Fernsehen nicht zu uns kommt, gestalten wir eben selbst unser „Kegelsport-WM-Fernsehen“. Seit der WM 2009 haben sich neue Möglichkeiten eröffnet – Stichwort Live-Streaming. Bei der WM vor zwei Jahren in Speichersdorf war ja bereits eine Kamera aufgebaut. Harald Seitz hat mir gesagt, dass im Mai mehrere Kameras mehrere Perspektiven ermöglichen.
Die Perspektive für uns Moderatoren lautet: An mehreren Tagen von morgens bis abends den Kegelsport sowohl für das Fachpublikum als auch für andere Interessierte verständlich und kurzweilig zu kommentieren. Ich freue mich auf diese Herausforderung und die Zusammenarbeit mit dem ganzen Team vor Ort. Vor allem freue ich mich darauf, mittendrin statt nur dabei zu sein, um einen bekannten Slogan eines Fernsehsenders zu zitieren.
 
YS: Was sind deine Erwartungen an die WM 2017?
UV:Alles was sich neben und hinter den Kegelbahnen organisieren lässt, wird perfekt sein. So habe ich Harald Seitz und das  Orgateam 2009 kennen gelernt. Ob es ähnlich emotional wie 2009 wird, hängt vom Geschehen auf den Kegelbahnen ab. Das lässt sich bekanntlich nicht organisieren. Aber wegen der Leistungsdichte in der Weltspitze rechne ich mit spannenden Wettbewerben.

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